Dieser Blueprint steuert den Solar-Überschuss auf drei verschiedene Arten. Er reagiert auf Änderungen des Netzbezugs-Sensors und passt entweder das Wechselrichter-Limit an, schaltet Geräte ein/aus oder regelt die Leistung von Verbrauchern stufenlos.
Ich habe ihn für meine opendtu entworfen, um die diese in Leistung (Wirkungsgrad) regeln zu können. Zusätzlich kann können nun auch Geräte mit dem Überschuss versorgt werden, statt nur den Wirkungsgrad des WR einzustellen.
Den Blueprint einfach über den Button in dein Home Assistant intrieren. Die Datei wird automatisch unter Blueprints gespeichert.
Trigger: Blueprint wird bei jeder Änderung des Netzbezug-Sensors ausgeführt (außer bei "unavailable" oder "unknown").
Passt das Leistungslimit des Wechselrichters dynamisch an, um eine Nulleinspeisung zu erreichen.
Berechnung:
Ziel-Limit = Aktuelles Limit + Netzbezug - Puffer
- Puffer: Gewünschter Restbezug (z.B. 10W), um Messschwankungen auszugleichen
- Hysterese: Änderungen werden erst gesendet, wenn der Unterschied größer als der Hysterese-Wert ist (schont die Funkverbindung)
Beispiel:
- Netzbezug: 200W (Bezug vom Netz)
- Puffer: 10W
- Berechnetes Limit: 190W höher als aktuell → WR wird reduziert
Schaltet Geräte basierend auf dem verfügbaren Überschuss ein oder aus.
Logik für jedes Gerät:
WENN Solarleistung > 0 UND Überschuss >= Einschaltschwelle UND Gerät ist AUS
UND (Gerät hat Priorität 1 ODER alle Geräte mit höherer Priorität sind bereits eingeschaltet)
→ Gerät EINschalten
WENN (Überschuss < Ausschaltschwelle ODER Solarleistung = 0) UND Gerät ist AN
→ Gerät AUSschalten
Beispiel mit Prioritäten:
- Gerät A: Priorität 1, Einschaltschwelle 300W
- Gerät B: Priorität 2, Einschaltschwelle 500W
- Überschuss: 600W
→ Gerät A wird zuerst eingeschaltet (höhere Priorität) → Gerät B wird eingeschaltet, wenn noch Überschuss verfügbar ist
Hinweis: Die Ausschaltschwelle sollte immer niedriger als die Einschaltschwelle sein (Hysterese), um ständiges Ein/Aus-Fladern zu vermeiden.
Regelt die Leistung von Verbrauchern stufenlos (z.B. Heizstab, Wallbox).
Berechnung für jedes Gerät:
Verfügbarer Überschuss = Überschuss - Puffer
WENN Solarleistung = 0 ODER Verfügbarer Überschuss < Minimale Geräteleistung
→ Ziel-Leistung = 0
SONST WENN (Gerät hat Priorität 1 ODER alle Geräte mit höherer Priorität sind auf Maximalleistung)
→ Ziel-Leistung = min(Verfügbarer Überschuss, Maximale Geräteleistung)
SONST
→ Ziel-Leistung = 0
Beispiel mit Prioritäten:
- Gerät A: Priorität 1, Min 100W, Max 1000W
- Gerät B: Priorität 2, Min 200W, Max 1500W
- Überschuss: 2000W, Puffer: 10W → Verfügbar: 1990W
- Gerät A (Priorität 1) → 1000W (maximal)
- Verbleibend: 990W
- Gerät B (Priorität 2) → 990W (begrenzt durch verfügbaren Überschuss)
- Switch
- Input Boolean
- Light
- Fan
- Alle Entitäten mit
turn_on/turn_offSupport
- Number (z.B. OpenDTU Limit)
- Input Number
- Alle Entitäten mit
set_valueSupport
| Sensor | Beschreibung |
|---|---|
| Stromzähler Sensor | Netzbezug/Einspeisung in Watt. Positiv = Bezug, Negativ = Einspeisung |
| Wechselrichter Leistung | Aktuelle Solarproduktion in Watt |
-
WR-Limit: Unbedingt die NON-PERSISTENT Limit-Entity verwenden! Bei häufigem Schreiben wird sonst der EEPROM/Flash des Wechselrichters zerstört.
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Puffer: Ein Puffer von 5-20W verhindert ungewollte Einspeisung durch Messschwankungen.
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Mehrere Geräte: Bis zu 3 Ein/Aus-Geräte und 3 Leistungssteuerungs-Geräte können konfiguriert werden. Leere Slots werden automatisch ignoriert.
-
Prioritäten:
- Priorität 1 = höchste Priorität (wird zuerst eingeschaltet/geregelt)
- Geräte mit niedrigerer Priorität (2, 3) werden erst eingeschaltet/geregelt, wenn alle Geräte mit höherer Priorität bereits eingeschaltet sind oder ihre Maximalleistung erreicht haben
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Hysterese: Sowohl beim WR-Limit als auch bei Ein/Aus-Geräten verhindert die Hysterese ständiges Flattern bei kleinen Änderungen.