Ein kleines, sehr privates Werkzeug, um Trigger behutsam zu erfassen und über die Zeit Muster sichtbar zu machen — ohne zu urteilen und ohne zu reparieren.
Was mich im Aussen stört, hat fast nichts mit dem Aussen zu tun und fast alles mit etwas in mir.
Gehört zum persönlichen Projekt „Niemand werden" von Peter & Myriam (über das Loslassen von Identitäten, im Geiste von Michael Singer). Die Praxis: Immer wenn ich denke „es liegt am Aussen", schreibe ich es auf und stelle eine einzige Frage — „Bist du sicher, dass es im Aussen liegt?" Am Ende der Woche schaue ich, welche Muster hochkamen.
- Es gibt nichts zu fixen. Beobachten, nicht reparieren. „Lass es raus."
- Kein Judgment — und niemals Self-Judgment verstärken. Darum gibt es hier bewusst keine Streaks, keine Punkte, keine „gut/schlecht"-Bewertung.
- Einladende Fragen statt Antworten. Der Ton endet auf einer offenen Frage.
- Maximal privat. Local-first. Nichts wird hochgeladen.
Du kannst frei wählen, je nach Moment. Beide schreiben dasselbe Format.
Öffne app/index.html im Browser — Doppelklick genügt, kein Installieren,
kein Account, läuft offline.
- Felder ausfüllen (nur Situation + Story sind Pflicht, der Rest ist optional).
- Ist viel „Aussen" da und die Wende noch leer, taucht sanft die Einladung auf: „Bist du sicher, dass es im Aussen liegt?" — eine Einladung, keine Korrektur.
- „Ablegen" speichert lokal im Browser (localStorage). Nichts verlässt dein Gerät.
- „Woche kopieren · für Claude" legt einen fertigen, behutsamen Text in die Zwischenablage — den fügst du in Claude (App oder Code) ein und bekommst die wöchentliche Reflexion.
- Export / Import (.json) für Backups oder um deine Liste bewusst zu teilen.
- Sanfter Sicherungs-Hinweis: Liegen ein paar ungesicherte Einträge (oder ist die letzte Sicherung über eine Woche her), taucht behutsam die Frage auf, ob du exportieren magst — kein Alarm, „Später" jederzeit möglich. Schützt davor, dass Einträge beim Leeren des Browser-Speichers verloren gehen.
Am Handy: Datei z. B. über die Datei-App öffnen, oder das Repo via GitHub Pages bereitstellen (siehe unten) und die Seite zum Home-Bildschirm hinzufügen.
Wenn du Claude Code im geklonten Ordner öffnest, hast du zwei Commands (sie liegen
in .claude/commands/ — darum laden sie automatisch, sobald du im Ordner bist):
/trigger— ich führe dich behutsam durch einen Eintrag und speichere ihn alsentries/JJJJ-MM-TT-HHMMSS.json. Du kannst auch einfach drauflos erzählen./woche— ich lese die Einträge der letzten 7 Tage und mache die wöchentliche Reflexion: was hochkam, ein vermutetes Muster, eine offene Frage. Keine Lösung, kein Ratschlag. Das passiert komplett lokal im Gespräch — keine API, kein Schlüssel, keine Cloud.
/woche wertet auch App-Einträge aus: leg eine aus der App exportierte
.json-Liste in den Ordner (oder füg deinen „Woche kopieren"-Text in den Chat
ein) — egal ob du am Handy oder im Terminal erfasst hast.
Die Commands liegen doppelt:
.claude/commands/(lädt beim Klonen) undcommands/+.claude-plugin/(für optionale Plugin-Installation). Beide sind identisch — wenn du den Tonfall änderst, passe.claude/commands/an.
Beim Auswerten greife ich auf reference/lenses.md zurück — eine kuratierte
Sammlung von Deutungs-Linsen aus der Tradition, in der „Niemand werden" steht:
Michael Singer (The Untethered Soul) — der innere Mitbewohner, der Zeuge
dahinter, Samskaras (gespeicherte Energie; das Rückgrat für „derselbe
Ur-Trigger auf verschiedenen Oberflächen"), Loslassen — sowie verwandte Stimmen:
Ramana Maharshi („Wer bin ich?"), Byron Katie („Stimmt das wirklich?"), der
buddhistische zweite Pfeil (für den Meta-Trigger), Eckhart Tolles Schmerzkörper,
Tara Brachs RAIN als Tonfall. Alles als Angebote zum Bemerken — kein
Diagnostizieren, kein Fixen.
Geteilt wird das Werkzeug, niemals deine Einträge.
.gitignoreschliesst den Inhalt vonentries/aus. Deine intimen Daten landen nie auf GitHub. Jede:r führt sein eigenes Journal lokal.- App-Einträge liegen im localStorage des Browsers — auch die kommen nirgendwo hin.
- „Meine Liste geben" ist immer eine bewusste Handlung: in der App auf Exportieren, und die Datei z. B. über Signal weitergeben.
- Repo auf deinem persönlichen GitHub-Account anlegen (privat oder öffentlich — es enthält nur den Code, keine Einträge).
- Diesen Ordner pushen (Befehle unten).
- Myriam lädt das Repo herunter (oder „Code → Download ZIP") und öffnet
app/index.html. Fertig. - Optional GitHub Pages aktivieren (Settings → Pages → Branch
main, Ordner/app* ), dann ist die App unter einer URL erreichbar und handytauglich.
* Alternativ app/index.html als index.html ins Wurzelverzeichnis legen, falls
Pages nur das Root oder /docs anbietet.
Ein Eintrag (App und Terminal identisch):
{
"id": "2026-06-29-201433",
"timestamp": "2026-06-29T20:14:33",
"context": "arbeit | beziehung | familie | sonstiges",
"trigger_aussen": "die Situation (das Aussen)",
"story": "wem/was ich die Schuld gebe",
"koerper": "Sensation, Ort",
"emotion": "das Gefühl",
"identitaet": ["berührte Rollen/Identitäten"],
"reflexion_innen": "wo ist es in mir?",
"meta_trigger": false
}Ein echtes Beispiel (aus Folge 2) liegt in examples/.
trigger-journal/
├─ app/index.html # die UI zum Ausfüllen (eine Datei, offline)
├─ commands/ # /trigger und /woche für Claude Code
├─ reference/lenses.md # Deutungs-Linsen (Singer u. a.) für die Mustererkennung
├─ entries/ # deine Einträge (per .gitignore NICHT geteilt)
├─ examples/ # ein Beispiel-Eintrag
└─ .claude-plugin/ # Plugin-Manifest
Dies ersetzt keine Therapie. Es ist ein Werkzeug für Selbstreflexion und Mustererkennung — eine Ergänzung, keine Behandlung.